deMolays Gedankenlog

Mehr als nur hörensagen (Reviews)

Virginia Jetzt! - Anfänger

Gekauft: 30.08.04

Wo: Saturn



Nachdem Virginia Jetzt! mit "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt?" vor
einem Jahr ein furioses Debut hingelegt haben, war ich natürlich sehr,
sehr gespannt auf den Nachfolger "Anfänger". Gleich am VÖT war ich dann
auch im Saturn und hab mir das Album gekauft.

Wie es nun aber meistens ist, nach einem beinahe genialen Erstling, hat
die zweite Platte einer Band es sehr schwer, so auch "Anfänger".

Die 10 Songs (11 mit Hidden Track) sind alle sehr eingängig produziert,
wirken routiniert und professionell. Aber genau darin liegt das
Problem. War "Wer hat Angst..." noch in Teilen eher schrammelig und
überzeugt durch mal sanfte, mal nachdenkliche, mal kritischen Texte, so
ist "Anfänger" zwar wesentlich routinierter, aber auch glatter. Die
Texte wirken manchmal recht uninspiriert und erreichen selten die
Intensität und Schönheit von "Wer hat Angst...".

Nun ist es nicht so, dass die Songs schlecht sind. Das beileibe nicht.
Es sind durchaus nette Songs. Aber im Endeffekt sind auch nicht mehr
als das, nett.



Fazit: Eine gute deutsche Pop-Rock CD, die sich durchaus zu kaufen lohnt, die aber nicht an den Vorgänger heranreicht.

Anspieltipps: 2) Liebeslieder, 4) Ein ganzer Sommer 5) Der Himmel über Berlin



Note: 3



10.9.04 18:26, kommentieren

Bright Eyes - Lifted Or The Story Is In The Soil, Keep Your To The Ground

Gekauft: 17.08.04

Wo: Saturn



Review:

Durch einen glücklichen Zufall habe ich mir im Dezember letzten Jahres
aus dem Netz "Lover I Don´t Have To Love" von Conor Oberst Band Bright
Eyes heruntergeladen, um ihn auf eine CD zu brennen, die ich einem
Freund geschenkt habe. Einige Zeit später entdeckte ich den Song dann
auch im Film "Liegen Lernen". Von da an, nahm ich mir vor mir
irgendwann eine CD von den Bright Eyes zu kaufen.

Gut das ich es getan habe.

Diese CD ist ein Meisterwerk von großartiger Intensität. Conor Oberst
Stimme schlägt einen vom ersten Augenblick an ihren Bann. So tief
traurig und herzzerreißend melancholisch hört ich selten jemanden
singen. Zu ausgeklügelten Texten und großartiger, sehr variabler
musikalischer Untermalung (mal eher Folk, mal beinahe akkustisch nur
auf Gitarre, dann wieder eher Indenpent/Rock mäßig) gelingt es ihm, den
Hörer mit manchmal außergewöhnlichen Kompositionen zu verzaubern.

Sicherlich die Beste CD, die ich seit langem gehört habe

Anspieltipps:     "Lover I Don´t Have To Love" , "Bowl
Of Oranges" und das großartige "Don´t Know When But A Days Gonna Come"



Note: 1



1.9.04 16:03, kommentieren

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